Die Grundidee ist eigentlich richtig gut: starke Sounds in ein Mini-Pedal packen, die man schnell abrufen kann. Leider hapert es bei der Umsetzung gewaltig, und der Weg dorthin ist unnötig kompliziert.
Als ich die grüne Limited Edition vom TONEX One gesehen habe, habe ich sofort zugeschlagen. Das hochgelobte Pedal wollte ich unbedingt haben – vor allem als Limited Edition inklusive der Vollversion der TONEX-Software zu diesem Preis. Das klang einfach zu verlockend.
Man muss erstmal Registrieren, Software herunterladen, Firmware-Update durchführen usw. Nachdem alles erledigt war, bekam das Pedal trotzdem keine Verbindung zum TONEX Editor. Ich habe wirklich alles versucht: Vorschläge aus dem Internet, verschiedene Kabel, Neuinstallationen – nichts hat geholfen. Beim erneuten Versuch, die Firmware zu aktualisieren, wurden sogar die Factory Presets gelöscht und ließen sich nicht mehr wiederherstellen.
Also blieb nur noch der Support von IK Multimedia. Die erste Antwort war eher verwirrend. Ich habe daraufhin die Situation noch einmal ausführlich erklärt – danach kam gar keine Antwort mehr. Insgesamt habe ich mich mindestens sechs Stunden mit dem Gerät herumgequält, ohne irgendeinen Erfolg.
Dank des starken Kundenservice von Thomann konnte ich das Pedal zum Glück schnell zurückschicken und bekam problemlos ein neues Gerät. Diesmal funktionierte die Verbindung zum Editor sofort. Deshalb gehe ich davon aus, dass das erste Pedal einfach ein Montagsmodell war.
Trotzdem finde ich den Support von IK Multimedia wirklich schwach. Auch die Software ist unnötig kompliziert aufgebaut – andere Hersteller lösen das deutlich besser. Der Weg, gute Sounds zu erstellen und anschließend zu speichern, ist so umständlich, dass einem irgendwann die Lust vergeht, überhaupt noch Gitarre zu spielen.
Fairerweise muss ich aber auch sagen: Die meisten Presets klingen wirklich richtig gut. Nach etwa einer Stunde hatte ich tatsächlich drei bis vier starke Sounds erstellt. Für kleine Gigs oder Jams mit Freunden reicht das absolut aus.
Und genau deshalb darf das Pedal am Ende trotzdem bleiben